JobOffensive 50plus

Neues Magazin "Arbeitsmarkt Netzwerk"

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Herzlich Willkommen bei der JobAgentur EN!

Test

Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat im Zuge der Arbeitsmarktreform die Vermittlung arbeitsloser Menschen in Arbeit selbst in
die Hand genommen. Dafür hat der Kreis die JobAgentur EN geschaffen.

Als Partner für Stellenbesetzungen arbeiten wir auch eng mit Arbeitgebern zusammen und sorgen für eine passgenaue Vermittlung.

Speziell für Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis haben wir einen Arbeitgeberservice eingerichtet. Als Arbeitgeber erhalten Sie qualifizierte Beratungskompetenz. persönliche Ansprechpartner, eine Hotline mit durchgehender Erreichbarkeit und konkrete Informationen zu Fördermöglichkeiten.

Wir beraten Sie schnell und kompetent! Haben Sie Fragen? Wir freuen uns über Ihren Anruf!
* (0,14 €/Min. dt. Festnetz - ggf. abweichende Mobilfunkpreise)

Zukunft der JobAgentur EN: Kreistag schafft Planungssicherheit

Die Entscheidungen, die der Kreistag in seiner letzten Sitzung mit Blick auf die JobAgentur EN getroffen hat, zeigen, wohin der Weg gehen soll und bringen für den Kreis, die Städte und die Mitarbeiter mehr Planungssicherheit. Landrat Dr. Arnim Brux lässt keinen Zweifel daran, dass er die Beschlüsse des höchsten Kreisgremiums begrüßt. Klar ist jetzt: Auch in Zukunft erhalten Langzeitarbeitslose im Ennepe-Ruhr-Kreis alle Leistungen aus einer Hand. Vom Antrag auf Arbeitslosengeld II über Angebote für berufliche Qualifizierungen bis hin zur Vermittlung in eine Beschäftigung bleiben wir für alles zuständig. Anlaufstellen werden die Betroffenen weiterhin in allen neun kreisangehörigen Städten finden. 

Gleichzeitig erhielt die Kreisverwaltung den Auftrag, Vorarbeiten dafür zu leisten, damit die JobAgentur EN in absehbarer Zeit in eine Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt werden kann. Die fast einstimmige Einigkeit, die die Kreispolitiker bei den Beschlüssen demonstrierten, ist für Heiner Dürwald, Leiter der JobAgentur EN, auch Anerkennung dafür, was die Mitarbeiter in den letzten Jahren geleistet haben. So waren zwischen Anfang 2005 und Ende 2009 beispielsweise fast 17.000 Vermittlungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich und den Betroffenen konnte damit eine neue Perspektive gegeben werden.

Eine Vielzahl von Arbeitsverträgen wird entfristet.

Von den Entscheidungen des Kreistages profitieren auch die Mitarbeiter der JobAgentur EN, die momentan noch über befristete Verträge verfügen. Hintergrund: Die Arbeit der Agentur war 2005 zunächst auf sechs Jahre beschränkt worden, Ende des Jahres wäre damit ohne die neuen Entscheidungen Schluss gewesen. "Jetzt ist der Fortbestand gesichert und ab Januar 2011 wird die überwiegende Zahl der Mitarbeiter einen unbefristeten Arbeitsplatz erhalten", macht Dürwald deutlich. Diese würden auch bei der geplanten Umwandlung in die Anstalt öffentlichen Rechts ihre Gültigkeit behalten. Generell gelte: Der Wechsel des Personals von den Kommunen in die Anstalt öffentlichen Recht erfolge im Rahmen der rechtlichen und tariflichen Bestimmungen statussichernd. Bis es soweit ist, wird es aber wohl noch bis Anfang 2012 dauern. "In Gesprächen mit dem Land müssen wir als nächstes dafür werben, dass die von uns gewählte Organisationsform rechtlich machbar wird. Momentan ist dies noch nicht der Fall", so Brux.

Städte weiterhin in Entscheidungen eingebunden

Die Anstalt wäre rechtlich eine selbstständige Einheit mit eigenem Personal. Die Weisungs- und Führungsstruktur ist dort eindeutiger geregelt als das mit dem bisher praktizierten Delegationsmodell zwischen Kreis und Städten möglich war. Damit, so die Überzeugung von Kreisverwaltung und Kreispolitik, könnte die JobAgentur EN noch effektiver arbeiten. Zudem könne man den Mitarbeitern deutlich bessere Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen bieten und ortsübergreifende Standards für Leistungen wie Bearbeitungszeiten oder Erreichbarkeit festlegen. "Die Städte bleiben auch nach der Umorganisation in die Entscheidungen eingebunden und haben über die Gremien Mitbestimmungsrechte", unterstreicht Brux. 

Stichwort Hartz IV und JobAgentur EN

2005 wurden Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe zusammengelegt. Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist eine von bundesweit 69 Optionskommunen und damit selbstständig für die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen verantwortlich. Dieses zunächst bis zum 31.12.2010 befristete Modell ist inzwischen unbefristet verlängert worden. Ende 2009 betreute die JobAgentur EN rund 27.000 Menschen, die in 14.000 Bedarfgemeinschaften leben. Trotz der Wirtschaftskrise stieg die Zahl der betreuten Langzeitarbeitslosen in 2009 lediglich um 2,1 Prozent, von 9.172 auf 9.361. In den Bereichen Arbeitslosengeld II, Kosten der Unterkunft, Eingliederungsleistungen und Verwaltungskosten wurden in diesem Zeitraum etwas 200 Millionen Euro bewegt. Aktuell sind in der JobAgentur EN 316 Mitarbeiter beschäftigt.

Eine Chance für’s Leben

Nadine Düring macht eine Teilzeitausbildung. Foto: Monika Kirsch / WAZ Foto Pool

Die Jobagentur EN engagiert sich aktiv im Bündnis für Teilzeitausbildung im EN-Kreis.

Witten. Für Nadine Düring (24) war Schluss, als vor vier Jahren ihre Tochter geboren wurde. Schluss mit der Chance auf eine Ausbildung oder einen Beruf. Doch Nadine hat Glück gehabt, ihr wurde eine Teilzeitausbildung angeboten. Am 1. September beginnt ihr Einstieg in die Berufswelt, sie macht eine Ausbildung in Teilzeit. Sie wird dann 30 Stunden in der Woche als Köchin bei der Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft der Diakonie (Quabed) arbeiten, sechs Stunden pro Tag. Ihre Tochter ist derweil in der Kita. „So schaffe ich, das alles unter einen Hut zu bekommen.“ Die junge Mutter hat endlich eine Perspektive. Am Ende der dreijährigen Ausbildung erhält Nadine ein Zeugnis, das mit einer Vollzeitausbildung absolut gleichwertig ist. Was sie sonst machen würde? „Gute Frage, ich weiß es nicht“, sagt sie. Dieses Ausbildungsmodell gibt es offiziell schon seit 2005 in der Berufsbildungsordnung, doch die wenigsten Arbeitgeber machen bisher davon Gebrauch, auch viele Arbeitnehmer wissen nichts darüber. Dabei ist das eine vollwertige Ausbildung für Menschen mit besonderem Bedarf. In der Regel läuft sie über den gleichen Zeitraum, aber in einer gekürzten Stundenzahl - mindestens jedoch 75 Prozent der Wochenarbeitszeit. Man muss also ein bisschen schneller lernen. Aber die, für die dieses Modell erdacht wurde, nämlich Menschen mit Betreuungsaufgaben in der Familie oder mit Behinderungen, sind mehr als motiviert, endlich in eine Ausbildung zu kommen. Schnelles Lernen, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit – all das sei bei dieser bereits im Leben stehenden Gruppe oft gar kein Problem.

„Vor allem junge Mütter oder Väter haben dadurch die Möglichkeit, trotz Kindern den Anschluss an die Berufswelt zu schaffen“, sagt Cordula Buchgeister von der Beratungsstelle Teilzeitausbildung in Hattingen. Sie koordiniert und vernetzt das Projekt mit vielen lokalen und regionalen Partnern. So sind nicht nur der EN-Kreis, die IHK in Bochum und Hagen, sondern auch verschiedene Job-Agenturen mit im Boot. Im Bündnis wollen sie dafür sorgen, dieses alternative Berufseinsteiger-Modell mehr im Bewusstsein von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu verankern. Eine weitere Zielgruppe sind zum Beispiel pflegende Angehörige. Denn das Arbeitsleben werde sich in Zukunft nachhaltig verändern, davon ist nicht nur Christa Beerman, Demografiebeauftragte des EN-Kreises überzeugt. „Wenn wir in einigen Jahren immer weniger junge Auszubildende haben, aber immer mehr Ältere, die gepflegt werden müssen, dann hat das auch Auswirkungen auf Bildungsbiografien“, sagt sie. Es sei gut möglich, das dann auch ältere Arbeitnehmer sich noch mal ausbilden lassen, weil sie ohne eine Qualifizierung gar keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. „Es ist wirklich eine Chance auch für die Arbeitgeber“, sagt Thomas Gdanietz von der IHK Bochum, „denn es handelt sich um motivierte Mitarbeiter, die gerne im Beruf weiterkommen möchten, dennen aber bisher die Chance dazu fehlte.“ Noch bieten wenige Firmen die Teilzeitausbildung an. Einige Stadtverwaltungen haben sich dazu entschlossen. Im IHK-Kammerbezirk Bochum wurden bisher fünf derartige Arbeitsverträge unterschrieben. „Der Bedarf ist deutlich höher“, sagt der IHK-Beauftragte. 

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Witten, Autorin Alexandra Trudslev

Dieter Schulze verläßt JobAgentur EN

Dieter Schulze

Im Kreise vieler Weggefährten feierte jetzt Dieter Schulze, langjähriger fachlicher Leiter des Beschäftigungspaktes für Ältere (BfÄ) und Paktkoordinator der Joboffensive 50+, seinen Abschied von der Jobagentur EN. In seiner Abschiedsrede dankte Schulze den vielen Helfern, die ihm in den vergangenen acht Jahren zur Seite gestanden hatten. Unter seiner Führung wuchs das 2007 gestartete Programm „Joboffensive 50+“, das sich zur Aufgabe gestellt hat, ältere Arbeitnehmer wieder in Arbeit zu vermitteln, zum erfolgreichsten Arbeitsvermittlungsprogramm Deutschlands. Den mittlerweile sechs Paktpartnern (ARGEn des Kreises Unna, des Kreises Warendorf, von Hagen und des Märkischen Kreises, Jobcenters Hamm und Jobagentur EN) im Beschäftigungspakt für Ältere und der „Joboffensive 50+“ gelang es bis heute insgesamt 3800 ältere Arbeitnehmer in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Dieter Schulze verlässt den Pakt für eine neue Aufgabe: Zu Monatsbeginn wechselte er in die Schulleitung des privaten Lippstädter „Ini-Berufskollegs“, das benachteiligte Schülerinnen und Schüler ohne Ausbildungsverhältnis qualifiziert.

Dieter Schulzes Nachfolger als Paktkoordinator der „Joboffensive 50+“ wird Bülent Altunay, dessen Stellvertreter Sebastian Müller.

JobAgentur und Caritas schicken Stromsparhelfer

Stromsparhelfer der JobAgentur und Caritas bringen zusätzliches Geld in die Haushaltskasse.

Sie besuchen Haushalte, um zu gucken, wo sich Energie einsparen lässt. Sie tauschen Glühbirnen aus, bauen neue Perlatoren in Wasserhähne ein oder erhöhen die Kühlschranktemperatur um ein Grad. Stromsparhelfer nennt sich dieser Job, der Teil eines neuen Projekts im Ennepe-Ruhr-Kreis ist. Projektpartner sind die Caritas und die JobAgentur EN, sie tun damit dreifach Gutes. Denn die Stromsparhelfer sind Langzeitarbeitslose, die nun eine sinnvolle Aufgabe haben. Sie besuchen nur einkommensschwache Haushalte, für die der Service kostenlos ist. Und umweltfreundlich ist die ganze Sache sowieso.

Dass sie nicht neu ist, schadet deshalb nicht. 2005 - seit es Hartz IV gibt - habe die Caritas Frankfurt den Stromsparcheck eingeführt, erklärt Thomas Koslowski vom Caritasverband Hagen, mit dem die Wittener Caritas nun kooperiert. 2007 startete das Projekt bundesweit an über 70 Standorten. Und nun eben seit Januar auch im Ennepe-Ruhr-Kreis - wobei sich das „Basislager“, wie Hartmut Claes von der Caritas Witten es nennt, an der Wittener Hauptstraße befindet.

JobAgentur EN finanziert den Lohn

Die potentiellen Stromsparhelfer bewerben sich direkt bei der Caritas. Sie sollten eine gewisse Außenwirkung haben und kontaktfreudig sein. In 60 bis 100 Stunden werden sie für ihren Einsatz - den Lohn finanziert die JobAgentur EN - qualifiziert und dann kann’s losgehen. Um überhaupt erstmal Haushalte zu finden, die ihren Energieverbrauch prüfen lassen wollen, bieten die Stromsparhelfer gezielt Infoveranstaltungen an in Vereinen, die Hartz-IV-Bezieher betreuen. Natürlich liegen auch Flyer aus.

Aber, sagt Holger Vorwerk (31), das bringe nicht ganz so viel. Denn die Leute seien schon misstrauisch - weil sie Angst haben, kontrolliert zu werden, und weil man heute so selten noch etwas umsonst bekommt. Vorwerk ist einer von elf Helfern, die in den letzten Wochen schon 58 Haushalte im Kreis besucht haben. Er kommt aus Gevelsberg, ebenso wie Antonio Afonso (40) und Andrea Strömsdörfer (37). Kollege Carsten Hoffmann (31) dagegen stammt aus Ennepetal. Ein Wittener ist auch dabei, doch der werde gerade in Hagen geschult, weiß Thomas Koslowski.

Haushalte sparen nach den Besuchen bis zu 150 Euro im Jahr

Immer zu zweit tauchen die Stromsparhelfer bei den Familien, die sich gemeldet haben, auf. Beim ersten Besuch inspizieren sie jedes Zimmer, prüfen jede Lampe, jede Heizung. Im Durchschnitt dauert das eine Stunde. Die Werte geben sie in eine Datenbank ein und gucken dann, wo und wie Energie gespart werden kann. Er habe schon Kunden gehabt, bei denen überall 100-Watt-Birnen leuchteten, oder die bis zu drei Gefriertruhen hatten, sagt Hoffmann. Lose Kabel und Sicherungskästen sind dagegen tabu für die Helfer.

Beim zweiten Besuch bauen sie die notwendigen, ökologisch sinnvollen Geräte ein. Etwa 70 Euro pro Haushalt kosten die und werden vom Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen finanziert. Bis zu 150 Euro günstiger werde die Strom-, Wasser- und Heizkostenabrechnung für die Betroffenen pro Jahr, sagt Thomas Koslowski. Und betont: „Daran ist kein Haken. Wir tun nur Gutes.“ Bei Alleinstehenden könne das zusätzlich auch mal ein längeres Gespräch sein. Den Helfern macht ihr neuer Job jedenfalls Spaß. „Da gibt’s nichts zu quengeln“, sagt Holger Vorwerk. Antonio Afonso ergänzt: „Die Arbeit ist vielfältig. Man ist viel unterwegs und lernt neue Leute kennen.“

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Witten, Autorin Annette Kreikenbohm

 

Neues Magazin „Arbeitsmarkt Netzwerk“ erschienen

Arbeitsvermittler Ulrich Sieke präsentiert das neue Magazin "Arbeitsmarkt Netzwerk".

In regelmäßigen Abständen soll das neue Magazin "Arbeitsmarkt Netzwerk Ennepe-Ruhr-Kreis" der JobAgentur EN (herausgegeben in Kooperation mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, der EN-Agentur für Wirtschaftsförderung und dem BVMW-Unternehmerverband Deutschlands) über Trends, Entwicklungen und Themen rund um den Arbeits- und Personalmarkt informieren. Außerdem soll das Magazin (Auflage 10 000 Stück), dass kostenlos an alle Arbeitgeber des Ennepe-Ruhr-Kreises verteilt wird, den Meinungsaustausch zwischen den politischen Entscheidern, Arbeitsmarkt- und Sozialpartnern sowie den Unternehmen bündeln und verstärken. Heiner Dürwald, Leiter der JobAgentur EN: "Ich halte es für sehr wichtig, Kontakte zu halten und zu pflegen - und zwar von allen Akteuren in unserer Region. So stimmen wir Bedürfnisse und Möglichkeiten ab und kommen gemeinsam dem Ziel näher, die Arbeitslosigkeit zu senken und unsere Region als Wirtschaftsstandort zu festigen. Denn das ist kein singulärer Auftrag, sondern betrifft die ganze Gesellschaft. Wir müssen gemeinsam Stärke zeigen."

Schwerpunktthema der ersten Ausgabe ist der demografische Wandel und seine Folgen für Jung und Alt. Die Notwendigkeit guter Ausbildung der Jugendlichen von heute ist Thema aber auch das Potenzial älterer Arbeitnehmer. Die erste Ausgabe "Arbeitsmarkt Netzwerk Ennepe-Ruhr-Kreis" stellt unter anderem den neuen Arbeitgeberservice der JobAgentur EN vor, Finanzierungshilfen für Arbeitgeber, die JobOffensive 50+ und seine Vorreiterrolle bei der beruflichen Integration älterer Arbeitsloser aber auch Unternehmen aus der Region und ihre besonderen Leistungen.

Und, falls Sie Arbeitskräfte suchen: Im neuen Arbeitsmarkt Netzwerk stellen sich 112 motivierte, sofort einsetzbare Arbeitssuchende vor.

Einen Blick ins Heft können Sie hier werfen

Aktueller Jahresbericht und Förderprogramm 2009/2010 veröffentlicht

Im fünften Jahr der kommunalen Aufgabenwahrnehmung hat es bei der JobAgentur EN sowohl im Bereich der Organisation als auch beim Einsatz der arbeitsmarktlichen Instrumente deutliche Änderungen und Fortschritte gegeben. Welche? Lesen Sie für weitere Informationen den "Jahresbericht und Förderprogramm zur Wiedereingliederung von (Langzeit-)Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt 2009/2010"!

Klicken Sie hier: Jahresbericht und Förderprogramm

JobAgentur EN baut Arbeitgeberservice aus

Insgesamt acht neue Mitarbeiter unterstützen die Unternehmer der Region bei der Suche nach geeigneten, neuen Mitarbeitern.

Acht zusätzliche Mitarbeiter kümmern sich intensiv um Arbeitgeber

Mit acht zusätzlichen Mitarbeitern will die JobAgentur EN ihren Service für Arbeitgeber weiter ausbauen. Sie werden in Zukunft Unternehmer dabei beraten und unterstützen, mögliche freie Stellen in ihren Firmen und Betrieben zu finden und mit dem passenden Mitarbeiter zu besetzen. "Damit erhöhen wir nicht nur unsere Anstrengungen, arbeitslose Menschen in Arbeit zu vermitteln, mit diesem erweiterten Angebot wollen wir gerade in der momentan wirtschaftlich schwierigen Lage gegensteuern", macht Heiner Dürwald, Leiter der JobAgentur EN, deutlich.

Aufgabe der neuen Mitarbeiter wird es sein, Arbeitsplätze aufzuspüren und Unternehmern des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Nachbarregionen passende Arbeitskräfte anzubieten. Die Vorteile sehr gezielter Personalvorschläge liegen für Heiner Dürwald auf der Hand: Geringerer Zeitaufwand und geringere Kosten für aufwändige Bewerbersuche und -auswahl. "Dies ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die in der Regel unter einer hohen zeitlichen Arbeitsbelastung und einem entsprechenden Kostendruck stehen, wichtig."

Im Gepäck haben die Mitarbeiter der JobAgentur EN neben genauen Informationen über die Kenntnisse und Fähigkeiten der Langzeitarbeitslosen ein Paket unterschiedlicher Fördermöglichkeiten, mit dem Firmen und Betriebe finanziell unterstützt werden können. Jeweils vier der neuen Arbeitsvermittler sitzen in den JobAgentur Regionalstellen in Schwelm und Witten.

Ausbildungsmesse: Jobagentur EN zeigt Jugendlichen Wege in die Zukunft

Gut besucht war bei der Ausbildungsmesse auch der Stand der JobAgentur EN.

Darin waren sich alle Beteiligten einig: Die Ausbildungsmesse "Ab in die Zukunft" war ein voller Erfolg. Tausende Schüler aus dem EN-Südkreis informierten sich auf dem Messegelände am VER-Busdepot in Ennepetal über ihre beruflichen Möglichkeiten nach Ende ihrer Schulzeit. Mit einem Stand vertreten war neben rund 80 Ausstellern auch die Jobagentur EN, die ihre Dienste und ihren Service vorstellte. Die Fachberater zeigten den Berufsanfänger unter anderem, mit welchen Qualifizierungs- und Ausbildungsmaßnahmen die Agentur sie unterstützen kann, wenn es nicht sofort mit einem Ausbildungsplatz klappen sollte. Oder, auf welche finanziellen Hilfen zum Lebensunterhalt Jugendliche auch während ihrer Ausbildung zählen können.

Einig waren sich auch die Veranstalter der Messe, die Wirtschaftsförderungsagentur EN und die Agentur Mark sowie die teilnehmenden Aussteller, dass die Ausbildungsmesse ein Erfolg war und in jedem Fall wiederholt werden soll.

Erfahrungen der JobAgentur EN sind deutschlandweit beispielhaft

Dieter Schulze, Mitautor des Standardwerkes "Gesundheit von Arbeitslosen fördern!", leitet für die JobAgentur EN das Programm "Joboffensive 50+", den "Beschäftigungspakt für Ältere".

Experte Dieter Schulze von der JobAgentur EN ist Mitautor des deutschlandweit anerkannten Fachbuches: "Gesundheit von Arbeitslosen fördern!"

Das Buch "Gesundheit von Arbeitslosen fördern!" ist zurzeit das Standardwerk zu diesem Thema in Deutschland. Und es ist natürlich eine Auszeichnung für unsere Arbeit, dass wir mit einem Beitrag vertreten sind." Nicht ohne Stolz präsentiert Dieter Schulze von der JobAgentur EN das 475-seitige Werk, das seit einigen Wochen in Fachbuchhandlungen deutschlandweit zu kaufen ist. In dem Nachschlagewerk zeigen Experten aus ganz Deutschland Wege auf, über die auch kranke Arbeitslose bessere Chancen haben, wieder eine Beschäftigung zu finden. Klare Botschaft aller Autoren: "Ohne Gesundheit keine Arbeitsfähigkeit!"

Schulze beleuchtet in seinem Beitrag das Thema "Förderung von Arbeitsfähigkeit älterer langzeitarbeitsloser Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis durch (arbeitsplatzorientierte) Gesundheitsförderung". Darin berichtet er über die Erfahrungen, die er in den vergangenen vier Jahren als Koordinator des Beschäftigungspaktes für Ältere gesammelt hat. Hintergrund: Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist seit 2008 an der "Perspektive 50plus" beteiligt. Ziel ist es, Langzeitarbeitslose über 50 wieder in Beschäftigung zu vermitteln. Um erfolgreich zu sein, arbeitet der Kreis dabei mit anderen Kommunen zusammen und setzt einen Schwerpunkt seiner Aktivitäten auf den Bereich arbeitsplatzorientierte Gesundheitsförderung.

"Mit Erfolg, denn im letzten Jahr war unser Beschäftigungspakt mit 1.468 Vermittlungen, davon 1.203 auf den ersten Arbeitsmarkt, bundesweit am erfolgreichsten", so Schulze. Für den Ennepe-Ruhr-Kreis lauteten die Zahlen: 310 Vermittlungen, davon 233 auf den ersten Arbeitsmarkt. Und auch in diesem Jahr sieht es mit derzeit 225 Vermittlungen im Ennepe-Ruhr-Kreis und 1.290 im Paktgebiet wieder sehr gut aus.

Weitere Themenbereiche des Nachschlagewerkes sind "Ansätze in Betrieben und arbeitsmarktnahen Settings für von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen", "Gemeinwesenbezogene Interventionsansätze" oder "Arbeitslose mit besonderem Förderbedarf". Das interessante, praxiserprobte Buch ist im Fachhochschulverlag erschienen, kostet 28 Euro und ist in Fachbuchhandlungen erhältlich (ISBN 978-3-940087-19-5).

Mehr als 1000 Angebote für junge Arbeitslose

In der Krise gegen steuern, das ist das Rezept, mit dem die JobAgentur EN Perspektiven für junge Arbeitsuchende in der Region erhalten und ausweiten will. "Wir müssen uns auf den Arbeitskräftebedarf von morgen vorbereiten", so Landrat Dr. Brux "und dürfen in der aktuellen Situation den Kopf nicht in den Sand stecken."

Rückläufige Ausbildungsstellenangebote sind natürlich auch im Ennepe-Ruhr-Kreis zu verzeichnen, dennoch gibt es am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt weiterhin auch Chancen.

Um diese Chancen für die jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahre auch nutzbar zu machen, hat die JobAgentur erhebliche Anstrengungen unternommen. Ziel ist es, jedem Jugendlichen, der von der JobAgentur betreut wird, noch in diesem Jahr ein konkretes Angebot im Bereich Qualifizierung, Beschäftigung oder Aktivierung zu machen.

Dafür hat die JobAgentur die Zahl der Fallmanager, die sich um die jungen Menschen kümmern, deutlich erhöht. Insgesamt kümmern sich jetzt 24 Fachkräfte um jeweils maximal 75 junge Arbeitslose. Nach dem Prinzip "work first" wird jedem Jugendlichen kurzfristig ein Angebot unterbreitet.

Unterstützend hat die JobAgentur EN auch die Maßnahmen für Jugendliche neu konzeptioniert. Mit neuen Qualifizierung- und Aktivierungscentern soll für jeden jungen Arbeitslosen ein passendes Angebot zur Verfügung gestellt werden, die Zahl der geförderten außerbetrieblichen Ausbildungsplätze (BaE) wird mit 80 Plätzen mehr als verdoppelt. Insgesamt stehen über 1.000 mögliche Angebotsplätze für junge Arbeitslose zur Verfügung. Dr. Brux zeigt sich überzeugt, dass hier das richtige Konzept gefunden wurde.