JobAgentur EN baut Arbeitgeberservice aus

Acht zusätzliche Mitarbeiter kümmern sich um Arbeitgeber

Mit acht zusätzlichen Mitarbeitern will die JobAgentur EN ihren Service für Arbeitgeber weiter ausbauen. Sie werden in Zukunft Unternehmer dabei beraten und unterstützen, mögliche freie Stellen in ihren Firmen und Betrieben zu finden und mit dem passenden Mitarbeiter zu besetzen. "Damit erhöhen wir nicht nur unsere Anstrengungen, arbeitslose Menschen in Arbeit zu vermitteln, mit diesem erweiterten Angebot wollen wir gerade in der momentan wirtschaftlich schwierigen Lage gegensteuern", macht Heiner Dürwald, Leiter der JobAgentur EN, deutlich.

Aufgabe der neuen Mitarbeiter wird es sein, Arbeitsplätze aufzuspüren und Unternehmern des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Nachbarregionen passende Arbeitskräfte anzubieten. Die Vorteile sehr gezielter Personalvorschläge liegen für Dürwald auf der Hand: Geringerer Zeitaufwand und geringere Kosten für aufwändige Bewerbersuche und -auswahl. "Dies ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die in der Regel unter einer hohen zeitlichen Arbeitsbelastung und einem entsprechenden Kostendruck stehen, wichtig."

Im Gepäck haben die Mitarbeiter der JobAgentur EN neben genauen Informationen über die Kenntnisse und Fähigkeiten der Langzeitarbeitslosen ein Paket unterschiedlicher Fördermöglichkeiten, mit dem Firmen und Betriebe finanziell unterstützt werden können. Jeweils vier der neuen Arbeitsvermittler sitzen in den JobAgentur Regionalstellen in Schwelm und Witten.

 

"JobOffensive 50+": Landrat ist Botschafter, Pakt weiterhin erfolgreich

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz ernennt Landrat Dr. Arnim Brux zum „Perspektive 50plus-Botschafter“
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz ernennt Landrat Dr. Arnim Brux zum „Perspektive 50plus-Botschafter“

(pen) Landrat Dr. Arnim Brux darf sich jetzt "Perspektive 50plus-Botschafter" nennen. Der Titel ist Auszeichnung dafür, dass er sich für das Programm stark macht und unter anderem in Unternehmen dafür wirbt, ältere Langzeitarbeitslose einzustellen. Übergeben wurde die entsprechende Urkunde Ende Mai von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz in Berlin. Neben Brux zeichnete der Minister 26 Frauen und Männer für ihr nachhaltiges Engagement aus. Mit der Ehrung sollen auch andere Interessierte ermutigt werden, Botschafter zu werden.

 

Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist seit 2008 an der "Perspektive 50plus" beteiligt. Ziel ist es, Langzeitarbeitslose über 50 wieder in Beschäftigung zu vermitteln. Für bundesweit 62 so genannte Beschäftigungspakte stellt der Bund insgesamt rund 275 Millionen Euro zur Verfügung. Der Ennepe-Ruhr-Kreis bildet einen Beschäftigungspakt mit dem Märkischen Kreis, den Kreisen Unna und Warendorf sowie der Stadt Hamm. Bis 2010 stehen den Beteiligten 15,75 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll genutzt werden, um den rund 13.000 Langzeitarbeitslosen über 50, im Ennepe-Ruhr-Kreis sind es rund 3.000, eine neue Perspektive zu geben.

 

Das Treffen der Beschäftigungspakte in Berlin wurde auch genutzt, um das Programm auf regional-politischer Ebene zu stärken. Unter dem Motto "Pakte treffen Politik" kamen Bundestagsabgeordnete mit Paktvertretern zusammen. "An unserem Informationsstand nutzten René Röspel und Dr. Ralf Brauksiepe dieses Angebot", freut sich Dieter Schulze als zuständiger Koordinator der "JobOffensive 50+" im Ennepe-Ruhr-Kreis.

 

Die Gäste erfuhren beispielsweise, dass die Zielsetzung bis 2010 pro Jahr 1.050 ältere Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, 2008 bereits übertroffen werden konnte. "Mit 1.468 Vermittlungen, davon 1.203 auf den ersten Arbeitsmarkt, waren wir im letzten Jahr bundesweit der erfolgreichste Beschäftigungspakt", stellt Schulze nicht ohne Stolz fest. Für den Ennepe-Ruhr-Kreis lauteten die Zahlen: 310 Vermittlungen, davon 233 auf den ersten Arbeitsmarkt. Das lokale Ziel von 200 Vermittlungen wurde damit erreicht. Und auch in diesem Jahr sieht es mit derzeit 80 Vermittlungen im Ennepe-Ruhr-Kreis und mehr als 400 im Paktgebiet wieder sehr gut aus. Bundesweit haben bisher 27.000 langzeitarbeitslose ältere Frauen und Männer von dem Programm profitiert.

 

"Wir gehen individuell auf unsere Kunden ein und sind nicht an starre Konzepte gebunden", umreißt Schulze das Erfolgsrezept. Für die intensive Beratung werden 70 Betreuer eingesetzt. Sie kümmern sich darum, dass die Betroffenen fit und mobil gemacht werden und fachlich auf der Höhe sind. Dafür empfehlen sie nicht nur Praktika oder Fortbildungen, sondern vermitteln Führerscheininhabern ohne Fahrpraxis auch schon mal ein Fahrtraining oder steigern die Mobilität der Betroffenen, in dem sie diese mit dem Öffentlichen Personennahverkehr vertraut machen.

 

Neben den Betreuern kann die "JobOffensive 50+" auch noch auf zwei Demografieberater bei den Handelskammern zurückgreifen. "Sie gehen direkt in die Betriebe und stellen die Kontakte her", so Schulze. Weitere Schwerpunkte der täglichen Arbeit sind eine verstärkte Gesundheitsvorsorge sowie die Verbesserung des Selbstwertgefühls der älteren Arbeitslosen.

 

Informationen über die "JobOffensive 50+" gibt es unter www.joboffensive50plus.de auch im Internet.